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Chronik des Musikvereins
Stadtkapelle Niederstotzingen e.V.

Chronik Teil 2

Der erste Schicksalsschlag

Ende April 1926 ereilte die Kapelle ein erster Schicksalsschlag. Trompeter David Unseld verunglückte bei seiner Arbeit im Umspannwerk tödlich. In den folgenden Jahren mussten zur Verstärkung der Musikkapelle immer wieder Musiker aus Söflingen, Rammingen oder Langenau ausgeliehen werden. 1934 war die Kapelle wieder erstarkt. Sie konnte sich mit 14 Mann aus Niederstotzingen, Stetten und Bissingen beim Verband deutscher Volksmusiker anmelden. Kurze Zeit später schloss sich die Oberstotzinger Kapelle, die ebenfalls in der Inflationszeit gegründet wurde, den Niederstotzinger Musikern an. Die Stadtgemeinde gab zum Kauf weiterer Instrumente 1.000,-RM. Zugleich wurde Franz Bucher aus Burgberg als Dirigent verpflichtet und die Musikkapelle in Stadtkapelle umbenannt.

Die NS-Zeit und wie es nach dem Krieg wieder begann ...

Die Zeit des Dritten Reiches soll nicht unerwähnt bleiben. Die Kapelle trat nunmehr auch bei politischen Veranstaltungen auf, an erster Stelle blieben jedoch auch zu jener Zeit die Auftritte bei zahlreichen Hochzeiten, Vereinsfeiern und Tanzfesten. Der zweite Weltkrieg ließ jedoch jede musikalische Tätigkeit in Niederstotzingen erlahmen.
Nach dem Krieg fanden sich sowohl in Niederstotzingen wie auch in Oberstotzingen wieder einzelne Musiker zusammen, um selbständige Kapellen zu bilden. In Niederstotzingen waren es Leonhard Engel, Karl Kohn, Jakob Junginger. Durch den einsetzenden Flüchtlingsstrom und der Ansiedlung der Firma Walther kamen Josef Theiss und Walter Keuenhof, später auch Stefan Gall hinzu, die sich ebenfalls der deutschen Volksmusik verschrieben hatten.
Neue Zöglinge wurden herangebildet und bald war die Musikkapelle wieder eine erfreuliche Bereicherung der örtlichen Feste. Sie war nicht mehr wegzudenken aus dem Gemeindeleben und galt als Bestandteil und Institution der kulturellen Gemeinde.

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